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Theaterstücke & Übersetzungen Stand: 22.07.10 |
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| Eigene Theaterstücke | |
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Do wat du wullt, ein Volksstück in vier Akten, 55 Seiten, 1986 (wird überarbeitet) Man süht sik tweemal, Volksstück in vier Akten, 1993, 79 Seiten, Theaterverlag Karl Mahnke - Verden/Aller, SP.1107, Uraufführung am 16.10.1993 im Altonaer Theater vom Amateur-Theater Altona. Kurzbeschreibung: Hans Seifert ist ja kein Unmensch, deshalb nimmt er auch (allerdings erst nach längerem Zureden) den straffällig gewordenen Gesellen Bernd Warmcke in seine Elektrowerkstatt auf. Der junge Mann bewährt sich als fleißig, zuverlässig und freundlich, er erfreut sich bei den Kunden großer Beliebtheit. Bei Hans Seiferts Tochter Lisa, die nichts vom viermonatigen Knastaufenthalt weiß, bleibt es nicht bei der Beliebtheit - die beiden verlieben sich ineinander und das behagt Vater Seifert gar nicht. Als eines Tages 100 DM verschwunden sind, deckt er die Vergangenheit des jungen Mannes auf und beschuldigt ihn des Diebstahls. Lisa ist tief enttäuscht und als Hans Seifert Bernd rausschmeißt, stellt sie sich auf die Seite des Vaters. Fünf Jahre später taucht das angeblich gestohlene Geld wieder auf. Hans hat es selbst verlegt. Er versucht die Beziehung zwischen Bernd und Lisa wieder zu reparieren, denn - er ist ja kein Unmensch.
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| Dat blaue Oog,
Kummedie in dree Törns, nach einer Idee von Herbert Schmelter, 97 Seiten,
Theaterverlag VVB Norderstedt, (Plattdeutsch, fränkisch) Uraufführung
26.01.2002 Evangelische Landjugend in Schrozberg
Ein Veilchen kommt selten allein, (siehe oben) Komödie in drei Akten, nach einer Idee von Herbert Schmelter, 90 Seiten. Hochdeutsch nicht im Verlag. Kurzbeschreibung: Im Dorf passiert Seltsames: Magd Antje erhält nachts am Fenster unerkannten Besuch, den sie nur durch Schläge in die Flucht jagen kann. Auch Bauer Eckhoff kann einen Eindringlich nur durch Handgreiflichkeiten vertreiben. Und Witwe Metas Hund hat nachts auch so merkwürdig angeschlagen... Am nächsten Morgen hat Tischlermeister Kuddl Zietz ebenso ein blaues Auge wie sein Schwiegersohn in spe Hans. Dass da die wildesten Spekulationen im Dorf die Runde machen, ist klar; und Kuddl merkt, dass Lügen mehr als kurze Beine haben... Mit schnellen, derben Dialogen und viel Situationskomik ist hier eine saftige Bauernkomödie gelungen. Swiegermudder to Besöök, Lustspeel in een Törn, 32 Seiten, 1998, Theaterverlag Karl Mahnke, SP.1108, Uraufführung Freiwillige Feuerwehr in Kronprinzenkoog September 2003 Antje meint, dass ihre Mutter, die kurzfristig - sehr kurzfristig - ihren Besuch angekündigt hat, eine Seele von Mensch ist; Ehemann Jochen meint hingegen, eine Schwiegermutter sei eben etwas ganz anderes als eine Mutter und außerdem könne sie auch keine Seele von Mensch sein, weil Schwiegermütter keine Seele haben. Schwiegermutter - Dörte - kommt und bringt nur einen Koffer mit, hat weder Papagei noch Kanarienvogel, spielt hervorragend Skat und trinkt auch mal ein Schnäpschen. Den aufdringlichen Nachbarinnen Tine Quadfasel und Lene Puvagel bläst sie gehörig den Marsch, sodass die beiden empört das Weite suchen und so muss Jochen lernen, dass seine Schwiegermutter sich durchaus benimmt wie eine Mutter und dass sie wirklich eine Seele von Mensch ist. To laat is to laat, Drama in fief Törns, 78 Seiten, 2001, Theaterverlag VVB Norderstedt 50 02 14 Zu spät ist zu spät (siehe oben) in Hochdeutsch nicht im Verlag. Es ist eine ganz normale Alltagsgeschichte über Leben und Tod, über Liebe und Abschiednehmen. Über 5 Akte, fünf Stationen bringt uns der Autor diese ganz normalen Menschen näher: Es ist eine Geschichte über die Liebe, wenn Anke und Sören sich kennen lernen, sich näher kommen, wenn das Leben plötzlich schwebend leicht zu sein scheint, auch wenn beide die 30 schon lange überschritten haben, auch wenn Anke schon einen kleinen Sohn hat. Es ist eine Geschichte über zwei Brüder - denn Sören und sein Bruder Dirk haben einen verständnisvollen Umgang miteinander, aber ohne Nähe und Gefühl. Das wird sich ändern... Es ist eine Geschichte über Freundschaft, wenn Lars, Sörens bester Freund, einmal mehr keine Zeit hat zuzuhören. Und es ist eine Geschichte über den Tod, wenn Sörens und Dirks Mutter Meta an Krebs stirbt - und wenn Sören Opfer eines Autounfalls wird und an seinem Grab alle Fragen, alle Unsicherheiten, alle Rivalitäten und auch alle Gefühle aufbrechen. Aber zu spät ist eben zu spät... Dem Autor ist hier ein erschütterndes Portrait unseres Alltags gelungen, in dem Ängste und Glück wie selbstverständlich nebeneinander stehen, sich ergänzen und zu dem vereinen, was man so Leben nennt. Niemand wird am Ende dieses unpathetischen, leisen Alltagsbild unbeteiligt das Theater verlassen. Olseborg, en historisch Stück in fief Törns, (über das Dorf Henstedt-Ulzburg) 83 Seiten, 2001 Da im heimischen Wald Eichen abgeschlagen und heimlich nach Hamburg verkauft werden, lässt der Bauernvoigt den Wald überwachen. Leider stellt sich dabei heraus, das er auch selbst keine reine Weste hat. Trin, eine Tochter aus dem Nachbardorf Tangstedt hat sich nach Henstedt aufgemacht, um dort eine Stelle als Magd anzunehmen, sie will sich in Wahrheit aber ihren zukünftigen Bräutigam ansehen. Der Pastor des Dorfes schwängert die Magd und schickt sie als Amme nach Hamburg, damit sein Ruf gewahrt bleibt. Und immer wieder gibt es Unstimmigkeiten mit den Nachbarn; Sei es der Müller von Kaden, der sein Mehl nicht mehr zu einem vernünftigen Preis abgeben will und dem deshalb das Wasser gesperrt wird, oder die Bauern aus Wilstedt, die den Bauern das Vieh von der Weide stehlen. Und dann soll von der Gemeinde auch noch eine Kopfsteuer eingeführt werden. Zwist und Reibereien gibt es reichlich, doch zum Glück auch die Liebe, zweier Menschen, sodass die zwei verfeindeten Gemeinden ein Stück näher zusammen rücken. Seh to, dat du den Dreih kriggst, Kummedie in dree Törns, 2002, 104 Seiten, Theaterverlag VVB, Norderstedt, Uraufführung Freiwillige Feuerwehr in Rohlstorf am 8.3.2003 Sieh zu, dass du den Dreh kriegst, (siehe oben) Komödie in drei Akten, 2002, 104 Seiten. Nicht im Verlag. Willi und Mette sind endlich allein und genießen das Leben. Doch kaum ausgesprochen kehrt die Mutter von Mette aus dem Altersheim zurück. Sie hält es unter den alten Leuten nicht aus. Die Tochter Ulrike wird vom Freund verlassen und zieht auch wieder in die Wohnung. Ebenso möchte der Sohn Harry ein neues Leben anfangen, weil ihm das Hafenstrassen Milieu nicht mehr behagt. Zu guter Letzt erscheint auch noch der Vater von Willi, der seinen Urlaub bei ihnen verbringen möchte. Bei dem Durcheinander entstehen reichlich amüsante Situationen. Doch es klärt sich alles wieder auf. Senioren WG, Kumedie in dree Törns, 64 Seiten, 2002, Uraufführung am 24.4.2004 im Altonaer Theater durch das Amateur-Theater Altona, Plausus Verlag, Bonn Luise ist Witwe und lebt in ihrem Haus allein. Die Tochter rät ihr, das große Haus doch zu verkaufen, sie könnte von dem Geld doch viel besser in einem Alterheim wohnen. Beim Kaffeeklatsch mit ihrer Freundin Berta, macht diese den Vorschlag eine Wohngemeinschaft zu gründen. Berta würde dann bei ihr mit einziehen. Beide überlegen, wer wohl noch in diese WG mit einziehen könnte und zu ihnen passen würde. Auch Adele, eine andere Freundin wird noch für diesen Plan gewonnen. Bei der Frage, ob auch ein Mann in diese WG aufgenommen werden sollte, entstehen aber verschiedene Meinungen. Doch letztendlich denkt man an das Praktische. Wer sollte dann auch eine defekte Wasserleitung reparieren, oder sonstige Reparaturen an dem Haus vornehmen? An amüsanter Weise erzählt die Komödie, welche Situationen gemeistert werden müssen und wie man miteinander umgeht. Senioren WG, oder ein Mann muss her, Komödie in drei Akten, 64 Seiten, 2010, Die gestohlenen Stiefel, ein Weihnachtsmärchen in vier Akten, 51 Seiten, 2003 (für Kinder bis 10 Jahren) Dem Weihnachtsmann werden die Stiefel von dem Räuber Ritscheratsch gestohlen, als er sich gerade im Wald ein wenig ausruht. Der Prinz, der gerade mit seinen Knappen durch den Wald kommt, um auf dem Schloss des Königs seine Braut zu heiraten, macht nun Jagd auf den Sünder. Auch der Bauer und seine Tochter Trine sind bemüht dem Weihnachtsmann rechtzeitig vor Weihnachten seine Stiefel zurückzugeben, sodass die Kinder zum Weihnachtsfest noch rechtzeitig ihre Geschenke bekommen. Ein lustiges und mit vielen Aktionen gespicktes Kindermärchen. Al wedder Wiehnachten, En vergnöögtes Spill för de Wiehnachtstiet in een Törn, 2003, 32 Seiten, Theaterverlag Karl Mahnke, Verden/Aller, SP.1132 Immer diese blöden Geschenke zum Weihnachtsfest? Dirk ist sauer, was kann man nur dagegen tun, dass seine Frau noch mit ihm zum Einkaufen gehen will? Und dann will seine Mutter auch noch einen Tannenbaum haben. Aber man kann es ihr nicht recht machen, mal ist er zu klein, mal zu dünn, mal zu groß, es ist schier zum Verzweifeln. Und dann kommt auch noch Onkel Paul zu Weihnachten. Er ist Scherzartikelhändler und probiert immer seine neuesten Kreationen bei ihnen aus. De Füürdüvel, Kummedie in een Törn, 2004 in Plattdüütsch, Plausus Theaterverlag, Bonn Im Gerichtssaal wird gerade darüber verhandelt, wer im Dorf wohl der Feuerteufel sein könnte. Beim Feuerwehrfest gab es eine Schlägerei und bei dieser Auseinandersetzung soll der Täter erkannt worden sein, doch die Zeugenaussagen wiedersprechen sich. Während der Verhandlung zieht draußen ein starkes Gewitter auf und im Dorf entsteht ein neuer Brand. Doch die Feuerwehrleute sitzen alle im Gerichtssaal. Episoden an der fünften Bahn, Volksstück in einem Akt, 2004 in Hochdeutsch Was alles auf dem Minigolfplatz passieren kann? Es ist nicht nur das angeberische Gehabe der Männer, die meinen alles besser zu können. Nein, auch Liebesromanzen eingefädelt durch die eigene Tochter führen einer alleinstehenden Mutter zum Glück. De Striehähn, Kummedie in fief Törns, 2005 in Plattdüütsch, Theaterverlag VVB Norderstedt. Georg züchtet seit zwanzig Jahren Hühner. Und dazu braucht man einen Hahn. Das Krähen stört aber dem Nachbar Heinz Bast, der gerade in Pension gegangen ist und nicht seinen Schlaf bekommt. Der Hühnerstall soll von seiner Seite des Grundstückes verschwinden, da er nah an seinem Haus steht und er legt seinem Nachbarn nahe, doch den Hahn abzuschaffen, damit seine Ruhe nicht weiter gestört wird. Georg Kröger versetzt seinen Hühnerstall. Nach einem viertel Jahr wirft Heinz seinem Nachbarn vor, dass der Hahn immer noch zu laut kräht. Georg bestreitet es und Heinz macht eine Schallmessung, die aber nach Ansicht von Gendarm Jochen Pingel zu hoch ausfällt. Georg wirft seinem Nachbarn Nörgelei vor. Seitdem Heinz in Pension ist, kümmert er sich um jeden Fliegendreck. Der Streit eskaliert. Uraufführung am 18.10.2008 im Altonaer Theater vom Amateur-Theater Altona. In Saken 'Leev', Kummedie in een Törn, SP 1164, 2007 in Plattdüütsch, Mahnke Verlag, Verden Kai ist verliebt und diese Tatsache hat sich in der Familie schnell herumgesprochen. Der Bruder, die Schwester, ja alle in der Familie haben Tipps, wie man mit der Liebe umgehen sollte und was man tun und nicht tun sollte. Da schrecken selbst die Tante, der Onkel und die Oma nicht mit ihren Ratschlägen zurück. Nur das Ende ist anders als von der Familie gedacht. Uraufführung, Feuerwher Wahlsdorf, 2008 De kummt mi nich övern Süll, Kummedie in söben Törns, 2007 in Plattdüütsch, Meent is de Deern Lisa vun de Philippinen, de ehr Brögam na Düütschland halen un frein will. Jörg sien Öllern, Hans un Erna leevt in en lütt Dörp. Sünnerlich Erna kann dat överhaupt nich verknusen, dat ehr Söhn sik en Deern ut dat Utland anlacht hett. De Deern kann förwiss nich mit de Messfork ümgahn. Dat is keen Fru för mien Söhn, de Naversdeern hett ehr dat mehr andaan. Wodenni gaht wi in Düütschland mit anner Lüüd üm, dat is in düt Stück op'n Punkt bröcht. Wokeen heet hier Meyer?, Komödie in drei Akten, 74 Seiten, 2009, Theaterverlag Karl Mahnke, SP.1185, Im Forellenhof von Hilla und Karl Paulsen findet das große Meier-Treffen statt. Meiers mit ai, ei uns ey tummeln sich dort und da kann es schon mal zu einigen Verwechslungen kommen - und zwar zum Beispiel dann, wenn sich zwei Meier auch noch so ähnlich sehen, wie Liese und Lotte, die tatsächlich Zwillinge sind, aber damals in den Kriegswirren auseinander gerissen wurden. Das Durcheinander wächst, als Thomas Fahrholz im Hotel auftaucht. Dieser hofft, auf dem großen Meier-Treffen seine leibliche Mutter - Erna G. Meier - zu finden. Erna G. Meier wiederum war einst die Freundin von Karl Paulsen, mit dem sie ein Sohn hatte. Karl hat es nie erfahren. So ist er zunächst erfreut, als er beobachtet, wie sich seine Tochter Jenny und Thomas annähern. Zu allem Überfluss wohnt in dem Hotel noch eine Dame namens Erna L. Meier. Deren Namensähnlichkeit zu Erna G. Meier führt nun zur vollständigen Verwirrung. Übersetzungen ins Plattdeutsche Geele Blomen, ein Volksstück von Wolfgang Sommer, 66 Seiten, Uraufführung am 19.4.1989 im Haus im Park, Bergedorf, Lohbrügger Bürgerbühne Die Geschichte spielt auf der Hallig Gröderneß. Bürgermeister Telge Deters möchte ein gutes Werk tun. Er will auf der Hallig einen vietnamesischen Flüchtling aufnehmen. Nicht ganz uneigennützig: Seine Eltern sind hoch betagt und deshalb könnte er eine Hilfe in der Gastwirtschaft gebrauchen. Seine Idee wird nicht von allen Halligbewohnern begeistert aufgenommen. Ein Ausländer bei uns hier auf Gröderneß? Außerdem kann sich niemand so recht vorstellen, wie denn ein Vietnamese eigentlich aussieht. Als er dann plötzlich in der Tür steht, gibt es eine Überraschung...! So söben un so söben, (Herz am Spieß) Lustspiel von Maximilian Vitus, Wilhelm Köhler Verlag, München, 127 Seiten, Uraufführung am 14.10.1990 im Altonaer Theater durch das Amateurtheater Altona Um ein Hotel zu erben, müssen zwei Menschen heiraten. Dass diese Menschen sich nicht leiden können und einen bösartig-komischen Geschlechterkampf beginnen, versteht sich fast von selbst - uns natürlich auch, dass der Hass der beiden sich unmerklich verändert. De verflixte Büx, (Das rotseidene Höserl) ein Schwank von Josef Zeitler , Wilhelm Köhler Verlag München, 1991, 93 Seiten Hinnerk hat für seine Liebste ein rotes Spitzenhöschen gekauft. Bevor er sie aber seiner Angebeteten übergeben kann, macht sie einen weiten Weg über viele Taschen und Personen. Jeder versucht mit dem Höschen nicht erwischt zu werden und das ungebetenen Geschenk so schnell wie möglich wieder loszuwerden. De letzte Törn, (Endspurt) eine Biologische Biographie von Sir Peter Ustinov, 125 Seiten, Verlag Felix Bloch Erben, Berlin, Uraufführung am 29.10.1995 im Altonaer Theater, durch das Amateurtheater Altona Endspurt für Peer Butenbrock. Der 80jährige schreibt seine Memoiren und sieht sich plötzlich seinen sechzig-, vierzig- und zwanzigjährigen Ebenbildern gegenüber. Miteinander diskutieren sie philosophisch amüsant über ihr gemeinsames Leben. Lassen sich Schritte zurücknehmen? Korrigieren? Und warum versteht sich Peer jetzt- zum ersten Mal- mit seinem Vater? - Ein kluges, fantasievolles, pointenreiches Stück aus der Feder von Sir Peter Ustinov Dubbelt Leven höllt beter, (run for your wife) Komödie von Ray Cooney Jochen Schmidt ist von Beruf Taxifahrer und ein Durchschnittsmensch wie du und ich - oder auch nicht? Denn Jochen ist nicht nur mit Marion Schmidt aus Eimsbüttel verheiratet, sondern auch gleichzeitig mit Babara Schmidt in Stellingen. Und so wechselt er zwischen seiner Schichten von einer Wohnung zur anderen. Parkstrasse 13, ein Kriminalstück von Axel Ivers, Drei Masken Verlag, München, 2002, 131 Seiten In der Villa Schratt findet eine Party statt. Viele der anwesenden Herren himmeln die Witwe Evelyn Schratt förmlich an und es entsteht ein richtiger Konkurrenzkampf unter ihnen. Zwei ihrer ehemaligen Männer waren ebenfalls unter mysteriösen Umständen verstorben und es weht ein gewisser Hauch der Geheimnisse um ihre Figur. Als ein Einbrecher aufgegriffen wird und ein Mord passiert ist das Chaos perfekt. De Appel fallt nich wiet vun'n Stamm (Der Apfel fällt nicht weit vom Baum), Schwank in drei Akten von Erich A. Kleen, Plausus Verlag, Bonn Opa Baumann hat bei einer nächtliche Tour mit seinen Freunden etwas zu tief in die Augen von Elena, einer Tänzerin aus de Nachtbar, geschaut. Seine Frau Greta hat ihn erwischt und ihn daraufhin ein paar Tage vor der goldenen Hochzeit aus dem Haus geworfen. Oskar's Behauptung, alles wäre nur ganz harmlos, da die junge Dame doch nur die Verlobte von seinem Enkel Oliver sei, will Gerda Baumann nicht so recht glauben und fordert Beweise. Oskar quartiert sich bei seinem Enkel ein und versucht ihn zu überreden, der Großmutter Elena als Verlobte vorzustellen. Auch Olivers Vater, Otto Baumann, erscheint bei seinem Sohn. Er hat bei der Einweihungsfeier seines Büros mit einer jungen Dame geflirtet. Seine Frau Luise hat beide gesehen und ihre Schlüsse gezogen. Ob zum Schluss nun doch noch die Hochzeit gefeiert wird und wie sich alles auflöst erfahren sie in diesem Schwank. Spaaß, Ironie, achtersinnige Schnackeree un deepsinne Bedüden, Lustspeel vun Christian Dietrich Grabbe, Uraufführung der hochdeutschen Fassung 1876 im Akademie-Theater in Wien. Grabbe hat das Lustspiel 1822 in Berlin fertiggestellt. Am 2. September kündigte er seinen Eltern an, dass er damit in 14 Tagen fertig sein werde. In diesem Lustspiel nimmt Grabbe seine schreibenden Zeitgenossen auf den Arm. Er teilt mächtige Hiebe nach allen Seiten aus, verschont sich bei der Kritik aber auch nicht selbst. Eenmaal Bali un trüch, (Einmal nach Bali und zurück) Komödie in zwei Akten von Bernd Spehling, 84 Seiten. Für Ludwig von Ballheimer, Kapitän der MS Luxor, ist dies Routine, auch wenn es bei seiner Vorliebe für hübsche Frauen und Champagner nicht gerade danach aussieht, denn in Wahrheit führt der einzig zuverlässige 1. Offizier die Geschicke der Seefahrt an Bord. In froher Erwartung der Frühpensionierung, des Kapitäns begibt man sich also auf die letzte Fahrt nach Bali - und zurück. Danzmüüs, (Ballettratten) Kriminalkomödie in drei Akten von Dennis Woodford, 91 Seiten, Uraufführung durch das Altonaer Amateur Theater am 5. März in Altona. Charlotte Lange, ehemalige Revuetänzerin, hat sich mit Ihrer Hausangestellten Betty Powalke und ihrem Kanarienvogel in die Norddeutsche Einsamkeit nach Husum verzogen. Aber die Idylle ist dahin, als eine geheimnisvolle Mordserie die ehemaligen Kolleginnen aus dem Ballett der Reihe nach unter geheimnisvollen Umständen umgebracht werden. Der Mörder macht nicht einmal vor Charlottes Kanarienvogel halt. Woto
noch Theoter? – Bi düssen Vadder, Komödie
in zwei Akten von Bernd Spehling, 65 Seiten, Plausus Verlag, Bonn Der
in der amüsanten Wohngemeinschaft lebende Mark genießt sichtlich das zunächst
unbeschwerte Leben in der Stadt. Auch seine Eltern wohnen zumindest in so
sicherer Entfernung, daß sie an seinem Partyleben und Draufgängertum
wenig Anstoß nehmen. Schließlich gehen sie zudem immer noch davon aus,
daß ihr Sohn studiert, um die Rechtsanwaltskanzlei der Familie eines
Tages traditionsgemäß zu übernehmen. Mark, der jedoch von einer völlig
anderen Karriere als Theaterschauspieler träumt, besucht indessen seit
Jahren die Schauspielschule. Gemeinsam unter einem Dach lebt er mit der
jungen, dynamischen Bankangestellten Andrea, dem Lebenskünstler Ingo und
dem oft eigenartig sozial engagierten Mirco. Mitbewohner, die es ein für
allemal satt haben, dieses kleine Geheimnis mit Mark zu teilen, denn auch
sie sind ständig dazu gezwungen, seinen vornehmen Eltern zu
verheimlichen, daß diese in Wahrheit kein Jurastudium, sondern Marks
Schauspielunterricht finanzieren. Doch damit noch nicht genug, denn zu
allem Überfluß kommt hinzu, daß Mark seiner - aus einer reinen
Schauspielerfamilie stammenden - Freundin Dani ständig vorgaukelt, sie
habe deshalb bisher seine Eltern noch nicht kennen gelernt, weil diese als
erfolgreiche Schauspieler ständig auf Theatertourneen unterwegs sind. Und
so kommt es, wie es kommen muß: Als Dr. Jonathan Wieskötter, Marks
Vater, eines Tages nach einer Ehekrise
vor der Tür steht und sich als Notfall zunächst für ein paar Tage bei
den jungen Leuten einquartiert, nimmt der Wahnsinn seinen Lauf, denn der
einst so vornehme Herr Rechtsanwalt ist inmitten der jugendlichen Umgebung
schon sehr bald nicht wiederzuerkennen. De Moorhoff (Tannöd), En Kriminalfall in een Akt vun Andrea Maria Schenkel, 27 Seiten, Theaterstückverlag, München Das Theaterstück verarbeitete Details eines Mordfalls der sich 1922 auf dem nicht mehr existenten, oberbayerischem Einödhof Hinterkaifeck ereignete. Bei der niederdeutschen Fassung wurde die Szenerie in das Teufelsmoor bei Bremen verlegt. Es ist alles ein wenig platter aber nicht anders. Eine Familientragödie in den zwanziger Jahren |
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